Welche Aufgaben übernimmt eine Fondsgesellschaft?

Autor: Robert Jacobi (robert-jacobi[at]gmx.de)
Kategorie: Geldanlagen
vom: 3. August 2007

In erster Linie
verpflichtet sich eine Fondsgesellschaft, gemäß den gesetzlichen und
vertraglichen Bedingungen und Anlagegrundsätzen, das Kapital der Anleger
entsprechend zu investieren, mit dem Ziel, es zu vermehren.

Eine
Investmentgesellschaft gibt über das Fondsvermögen Anteilscheine aus, wobei
sich das Sondervermögen aus Immobilien, Geldmarktinstrumenten und Wertpapieren
zusammensetzt. Grundsätzlich darf eine Kapitalanlagegesellschaft mehrere
Sondervermögen (Investmentfonds) auflegen.

Anzulegen ist das
Geld nach dem Grundsatz der Risikostreuung, wobei hierzulande der spezielle
Mindestgrad der Risikomischung durch das Investmentgesetz geregelt wird. Zum
Schutze des einzelnen Anlegers übernimmt das Investmentgesetz auch eine gewisse
Kontrollfunktion hinsichtlich der zulässigen Anlagewerte und Anlagegrenzen.

Wer von seiner Kapitalanlage verlangt, auch
jederzeit das angelegte Geld wieder „flüssig“ machen zu können, liegt bei
Investitionen in Fonds richtig. Denn grundsätzlich müssen Fondsgesellschaften
die Anteilscheine ihrer Anleger zurück nehmen.

Dabei gilt, dass der
jeweilige Rücknahmepreis eines Investmentanteilscheines (Anteilspreis) der
Preis ist, der von der Fondsgesellschaft für zurück gegebene Anteilscheine
gezahlt wird.

Damit ergibt der
Rücknahmepreis eines Investmentanteilscheines den gesamten Wert des
Fondsvermögens dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile.

Allerdings ist eine
Rücknahme nicht immer kostenfrei. Einige Fonds verlangen dafür einen so
genannten Rücknahmeabschlag.

Bereits beim Kauf
fallen Kosten in Form eines Ausgabeaufschlages an. Hierbei hat der zukünftige
Anleger jedoch die Möglichkeit, bereits beim Erwerb spezielle Vertriebswege zu
nutzen, um Kosten einsparen zu können. In enger Verbindung damit steht aber
auch, wie hoch der Beratungsbedarf des einzelnen Anlegers ausfällt. Neulinge
bevorzugen in der Regel erst einmal den Weg zur Hausbank, um von einem
persönlichen Beratungsgespräch zu profitieren.

Wer auf der Suche
nach dem individuell geeigneten Fonds ist, sollte die
offerierte Rendite realistisch einschätzen. Aktienanlagen sind nur dann zu
empfehlen, wenn eine langfristige Kapitalanlageform gesucht wird und die
Risiken durch eine breite Streuung über unterschiedliche Märkte, Branchen und
Länder erfolgt, um Verluste untereinander ausgleichen zu können.

Wer zuvor seine
Risikobereitschaft sowie seine Renditeerwartungen kennt, hat nach eingehenden
Vergleichen die Chance, eine maßgeschneiderte Anlageform zu finden.




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