Nicht für jeden ist das kostenlose Girokonto

Autor: Sabine Blass (blass[at]suma-pro.de)
Kategorie: Sonstiges
vom: 7. Dezember 2008

Ein Girokonto im Universalrechner einer Sparkasse zu organisieren, kostet die Sparkasse erhebliche Beträge. Andererseits ärgern sich die Kunden über die hohen Abgaben, die vierteljährlich vom Girokonto abgebucht werden. Seit geraumer Zeit haben die Sparkassen jedoch das kostenlose Girokonto als Vorteil für die Kundenbindung erkannt.

Die Zeiten, in denen man bei der Sparkasse einfach sein Konto abräumen konnte, sind lange vorbei. Im Regelfall muss heute für die Geldauszahlung eine „Gebühr“ gezahlt werden. Aber auch hier gibt es gleichwohl Unterschiede. Bei manchen Geldinstituten ist die Abhebung vom Automaten des Instituts oder der entsprechenden Bankengruppe kostenlos. Doch wenn man bei einem Cash Automaten eines anderen Banknetzes abhebt, wird es teuer, je nachdem bis zu 10€.

Doch viele Konsumenten| sind nicht motiviert, für diesen Geldvorteil das bisherige Geldinstitut zu wechseln. Denn nach dem Finanzcrash wechseln die vertrauten Gesichter hinter dem Tresen. Wer gerade die Kundengelder verzockt hat, dem kann man auch bei den täglichen Finanzgeschäften kaum noch vertrauen. Neue Ratgeber sollen das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Dabei kann ein Wechsel des Kreditinstituts oder Sparkasse für den Verbraucher bis zu fast 200 Euro jährlich von Nutzen sein. Finanzprodukte24.de vergleicht bundesweit die Girokonten und verdeutlicht dem Konsument, worauf beim kostenlosen Girokonto zu achten ist.

Nur wenige Kreditinstitute bieten nicht nur für Internetkunden sondern auch für Filialkunden ein kostenloses Girokonto. Nur bisweilen findet es sich aber ohne zusätzliche Bedingungen, wie regelmäßigem Geldeingang oder monatlichem Mindestumsatz.

Gemeinsam mit dem kostenlosen Girokonto wird von einigen Geldinstituten auch die kostenfreie EC-Karte und bzw. oder die kostenfreie Kreditkarte angeboten. Die Vorteile einer Kreditkarte sind allerdings mit dem Nachteil normalerweise sehr hoher Kreditzinsen verbunden. Wohin der ungezügelte Kreditkarteneinsatz führt, erlebt die Welt derzeitig in den USA.

Häufig wird das kostenarme Girokonto nur bei regelmäßigem monatlichen Geldeingang ermöglicht. Bei manchen Banken und Sparkassen ist dafür sogar ein monatlicher Sparbetrag verpflichtend.

Wieder andere Banken bieten ein kostenarmes Girokonto nur für bestimmte Altersgruppen an. Eine magische Altersgruppe scheint dabei die Vollendung des 27. Lebensjahres zu sein. Dann gibt es in der Regel kein Kindergeld oder Kinderzuschlag mehr, BaföG nur noch in besonderen Ausnahmefällen und der Bund verlangt den Wehrdienst nicht mehr. Erhöhtes Blindengeld wird wie Waisen- und Halbwaisenrente auch nicht mehr nach Vollendung des 27. Lebensjahres gewährt.

Dr. Wolf Blass




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