Jul
31
Jugendliche mit kostenlosen Girokonten angelockt
Autor: Henning Petrat (info[at]finanz-katalog.com)
Kategorie: Finanzinstitute
vom: 31. Juli 2007
Gerade bei Banken steht offenbar die junge Generation im Blickfeld der Marketingabteilungen. Die jungen Menschen brauchen einerseits ein Girokonto, um überhaupt am täglichen Leben teilnehmen zu können und andererseits sind sie aber auch sehr konsumfreudig. Bei wohl kaum einer anderen Altersschicht scheint das Geld so locker zu sitzen wie bei den Jugendlichen. So ist auch die erste Verschuldung nicht weit, wenn sie Finanzierungsangebote oder Ratenkäufe nutzen. Problematisch dabei ist, dass das Bewusstsein mehr oder weniger dafür fehlt, dass man sich das Geld bei einem Kredit nur leiht und es auch wieder zurückzahlen muss. Dabei wollen Banken natürlich auch etwas verdienen und verlangen dafür Zinsen. Trotz alledem, dass man die Kreditzinsen bei einem Online-Kredit im Vergleich zu herkömmlichen Krediten von Filialbanken durchaus auch noch ein wenig drücken kann, werden diese Kosten insgesamt deutlich unterschätzt. Gefährlich wird es, wenn man die Ratenzahlungen nicht mehr begleichen kann, weil die Handy-Rechnung schon zu hoch ist, das Auto finanziert wird oder man noch andere offene Rechnungen bei Firmen oder Versicherungen hat. Dann sind ganz schnell wieder Mutti und Vati gefragt, damit die Eltern ihren jungen Sprösslingen aus der Patsche helfen.
Durch die lukrativen Angebote der Banken kommen die jungen Leute zunächst einmal mit ihnen in Kontakt. Vielfach bekommen die Jugendlichen gleich ein kostenloses Girokonto mit Kreditkarte, wenn sie über 18 Jahre alt sind. Eine EC-Karte ist eigentlich auch immer dabei, auch wenn das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet ist. Ganz klar wählt man hier als Jugendlicher die Bank, bei der man die besten Konditionen und Leistungen bekommt. Wer lässt sich da schon die kostenlose Kreditkarte entgehen, mit der man angeben und herumprahlen kann? Jedoch sollte man dabei nicht vergessen, dass hierbei die Banken auch möglicherweise darauf spekulieren, später einmal mit dem jungen Kunden mehr Geld verdienen zu können.
Wenn also eine Bank sich zunehmend einen größer werdenden jungen Kundenstamm aufbaut, so kann sie natürlich auch an mehr Leuten mit einem Ratenkredit oder mit Altersvorsorge-Anlagen Geld verdienen. Somit ist es völlig logisch, dass man mit fantastischen Girokontoangeboten viele Leute gewinnen kann, weil sich die Banken sowieso siegessicher sind, dass sie diese investierten Kosten später wieder hereinholen werden.
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