Euro-Krise: Was wenn Griechenland, Spanien und Italien sich vom Euro abwenden?

Die Euro-Krise hält an. Seit vielen Monaten kämpfen die Länder der Europäischen Union um eine starke Währung und stabile wirtschaftliche Verhältnisse. Doch die Finanzlage in einigen Ländern wie Griechenland, Italien oder Spanien sind verheerend.

Die Euro-Krise beherrscht zurzeit die Nachrichten und Themen des Tages im gesamten europäischen Raum und noch weit darüber hinaus. Die auch als Schulden-Krise betitelte unsichere Phase für die Europäische Union begann bereits Ende 2009. In dieser Zeit legte Griechenland seinen Staatshaushalt offen. Hohe Schulden und Haushaltsdefizite zwangen das Land, in der EU um Hilfe zu bitten. Inzwischen befinden sich auch andere Staaten wie Spanien und Italien und damit die gesamte EU in einer verzwickten Staatsschuldenkrise im Euroraum.

Sie fragen sich jetzt wahrscheinlich, warum diese Länder in der Krise stecken und welche Chancen sie haben, dort wieder aus eigener Kraft heraus zu kommen. Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Je vernetzter wirtschaftliche Beziehung aufgebaut sind, desto gefährlicher ist es, wenn ein Teil des Netzes ins Schwanken gerät. Griechenland steht kurz vor einer Staatspleite. Keiner möchte in griechische Geschäfte investieren. Durch die Angst sowohl der Bürger des Staates als auch ausländischer Investoren und zum Beispiel auch Touristen brechen weitere Einnahmequellen im Staat weg. So gerät Griechenland in einen Strudel, aus dem es selbst nicht mehr herauskommt. Einige Wirtschaftsexperten und EU-Bürger, aber auch griechische Einwohner sehen den einzigen Ausweg in der Abschaffung des Euro. So würde Griechenland aus dem Wirtschaftsnetz der EU entfernt werden und eigene, unabhängige Wirtschaft den Neustart versuchen. Auch in Italien und Spanien gibt es ähnliche Pläne. Durch die schlechte Wirtschaftslage in beiden Ländern bekommen Italien und Spanien keine preiswerten Kredite auf dem internationalen Markt und sind deshalb nicht mehr wettbewerbsfähig. Auch das könnte sich zu einem Strudel entwickeln, der eine Staatspleite zur Folge hätte. Mehr Infos über die Pleite Italiens gibt es hier.

Im Umkehrschluss bedeutet ein Austritt aus dem Euro für alle betroffenen Staaten allerdings einen harten Neuanfang. In einem isolierten Land mitten in einem mehr oder weniger stabilen Wirtschaftsnetz wird es schwer sein, ein neues Wirtschaftssystem aufzubauen. In erster Linie bedeutet dies, für die betroffenen Bürger, weitere Einschränkungen. Der Staat müsste hart daran arbeiten, wieder eine verlässliche Wirtschaftsstruktur anzubieten, die auch internationalen Wert hat. Für viele Unternehmen, die momentan wirtschaftliche Beziehungen im europäischen Raum pflegen, würde dies das vorläufige Aus bedeuten.

Doch auch für den restlichen Teil der Europäischen Union wäre ein Austritt von durch krisengebeutelte Staaten nicht unproblematisch. Wird ein Teil aus dem Netz entfernt, wird das Netz selbst erst einmal instabil. Wenn Sie einmal an die Komplexität und Vielschichtigkeit europäischer Verbindungen denken, werden Sie nachvollziehen können, dass eine Neuorganisation zahlreiche Risiken mit sich bringt.

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