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Die modernen Ansätze des Fremdsprachenunterrichts
Autor: Giovanni Poggi (info[at]centropuccini.it)
Kategorie: Dienstleistungen, Sonstiges
vom: 25. Juli 2008
Früher war es üblich, dass Unterricht als Frontalveranstaltung erfolgte. Viele Menschen kennen das noch aus ihrer Schulzeit: der Lehrer steht vorne und predigt unbeirrt den Lernstoff ohne darauf zu achten, ob seine Schüler dem Vortrag folgen können oder nicht; Fragen werden kaum zugelassen, zu einer Interaktion im Klassenzimmer kommt es nicht, da keinerlei Diskussion stattfindet. Leider gehört diese Form des Unterrichtens auch in der heutigen Zeit noch nicht der Vergangenheit an; zu viele Lehrer wenden noch immer diese Lehrmethode an, sei es nun an Schulen oder auch im Sprachunterricht. Sie ignorieren damit die Erkenntnis, dass sich durch einen kommunikativen Unterricht nicht nur eine höhere Motivation und mehr Freude am Lernen erzielen lässt, sondern auch, dass die Lernerfolge viel zufriedenstellender sind und sich vielfach “wie von selbst” einstellen. Auch beim Sprachunterricht gibt es noch immer Sprachschulen, die den Wandel zu moderneren Lehrmethoden noch nicht vollzogen haben, auch wenn die Erfahrungen für sich sprechen. Es ist wesentlich, verschiedene pädagoische Techniken miteinander zu verbinden, die Kommunikation im Klassenzimmer zu fördern, um auf die Bedürfnisse der Fähigkeiten der einzelnen Schülern eingehen zu können und im Unterricht jeden einzelnen Kursteilnehmer zu erreichen. Zielsetzung nicht nur des Fremdsprachenunterrichts, sondern des Lehrens im allgemeinen, sollte es sein, die Schüler mit den erforderlichen Fähigkeiten und Konzepten vertraut zu machen, die sie im Umgang mit einer Fremdsprache benötigen, um sicherzustellen, dass sie sich auch in der Anfangsphase schon mit dieser Sprache verbunden und wohl fühlen.Um dieses Ziel erreichen zu können, sollten die Lehrkräfte Theorie und Praxis miteinander verknüpfen und die linguistischen und pragmatischen Aspekte der Fremdsprache gemeinsam mit den wesentlichen soziokulturellen Informationen vermitteln, da diese nicht nur den Sprachunterricht interessanter gestalten, sondern den Schülern auch einen tieferen Einblick und ein Verständnis in die zu erlerndende Sprache ermöglichen. Der Unterricht sollte umfassend sein und sich nicht auf einzelne Aspekte beschränken, damit die Kursteilnehmer die nötige Sicherheit im Umgang mit der Sprache erwerben können; Grammatik, Lesen, Schreiben und Sprechen sind ebenso wesentlich wie das Zuhören und das Erlernen neuer Wörter und Phrasen, denn nur in einer kommunikativen Umgebung lässt sich mit Freude lernen. Selbstverständlich erfolgt die Vermittlung des Lernstoffes aufbauend, dennoch sollte darauf geachtet werden, dass die Stunden möglichst unabhängig voneinander sind und zu Beginn eine kurze Reflexion der vergangenen Lerneinheit beinhalten, um Schülern, die eine Einheit versäumt haben, den Wiedereinstieg zu erleichtern.
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