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Berufsunfähigkeitsrente - vom Staat kommt wenig
Autor: Tina Gase (red-ext[at]1plus.de)
Kategorie: Berufsunfähigkeitsvers.
vom: 6. April 2009
Die gesetzliche Rentenversicherung hat sich aus dem Bereich der Berufsunfähigkeit weitgehend zurückgezogen. Das ist eine Folge der Rentenreform von 2001. Wer also im Falle eines Falles eine Berufsunfähigkeitsrente beziehen möchte, der sollte sich privat absichern.
Bevor man eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt empfiehlt es sich, einen unabhängigen Versicherungsvergleich durchzuführen. Warum ist die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit so wichtig?
Seit dem 01. Januar 2001 können keine neuen Ansprüche auf Berufsunfähigkeitsrente entstehen. So nüchtern steht es auf den Internet-Seiten der Deutschen Rentenversicherung. Hinter diesem Satz stehen allerdings Menschen, die im Falle einer Berufsunfähigkeit keinen Anspruch auf Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente haben. Zu den gesundheitlichen Problemen kommen dann auch noch finanzielle. Vor der Rentenreform von 2001 war das noch anders.
Keine Berufsunfähigkeitsrente bei Erwerbsminderung
Was früher als Berufsunfähigkeitsrente recht großzügig gewährt wurde, wird heute in Form einer Erwerbsminderungsrente eher knauserig und selten ausgezahlt. Der Hauptunterschied der “neuen” Praxis im Vergleich zur alten liegt in den Begriffen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit. Die Berufsunfähigkeit bezieht sich nämlich auf den erlernten bzw. den zuletzt ausgeübten Beruf. Kann der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden, wird eine gesetzliche Rente fällig – zumindest war das früher so. Wer allerdings erwerbsunfähig ist, der kann gar keinen Beruf mehr ausüben. Das heißt, nur wenn ein Versicherter nicht einmal mehr (oder nur noch mit Einschränkungen) im Pförtnerhäuschen Platz nehmen kann, hat er Anspruch auf eine Rente aus der der gesetzlichen Rentenversicherung. Da nutzt es auch nichts, jahrelang Beiträge bezahlt zu haben.
Berufsunfähigkeitsrente: Private Vorsorge tut Not
Welche Schlussfolgerung sollte ein “Versicherter” jetzt daraus ziehen? Na klar, für den Ausfall der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsrente muss eine private Berufsunfähigkeitsrente her. Daher ist der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung mehr als sinnvoll – vor allem für Berufstätige. Diese Versicherung kann man im Übrigen gar nicht früh genug abschließen: Denn je jünger man ist, desto länger ist einerseits der versicherte Zeitraum und desto billiger wird es im Monat. Mit zunehmendem Alter wird es nämlich teurer, da bei älteren Personen für Versicherungen das Risiko höher ist. Ist es dem Anbieter insgesamt zu riskant, eine Versicherung anzubieten, dann muss er dies auch nicht tun. Das Problem: Im Falle eines Falles steht der “Versicherte” dann ohne gesetzliche und ohne private Berufsunfähigkeitsrente da.
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